Wie Sie den Flurfunk in den Griff bekommen

Stimmungskiller, Nährboden für Gerüchte und Schauplatz fieser Bürolästereien: Der sogenannte Flurfunk ist für viele Firmen genauso nervig wie unberechenbar. Doch das angespannte Verhältnis zum Flurfunk lässt sich lösen - und zum Positiven wenden.

Wie Sie den Flurfunk in den Griff bekommen

Nervig, unberechenbar und deshalb auch irgendwie gruselig: Vor allem die Chefetage sieht im Flurfunk einen der großen Feinde des Unternehmens. Hier entsteht schlechte Stimmung, verbreiten sich Gerüchte und schaukeln sich Lästereien hoch.

Dabei ist der Flurfunk vor allem eines: ein Seismograph der Stimmung im Unternehmen, ein Thermometer, das anzeigt, welche Themen bei den Mitarbeitern gerade heiß diskutiert werden und wichtig sind. Ein Feind, der bekämpft werden muss, ist der Flurfunk in einer Firma mit guter interner Kommunikation also gerade nicht - viel eher sollten sich die Verantwortlichen mit dem Flurfunk verbünden.

Ohren auf: Worum geht’s eigentlich auf dem Flur?

Denn: Wer auf die Inhalte des Flurfunks eingeht, erreicht nicht nur die Mitarbeiter besser - sondern kann den Flurfunk ganz allgemein in geregeltere Bahnen lenken. Dafür ist es zunächst einmal wichtig, die Ohren aufzumachen und sich anzuhören, was die Mitarbeiter aktuell eigentlich beschäftigt. Gibt es Ängste, Sorgen, Gerüchte, die die momentane Stimmung maßgeblich beeinflussen?

Den Flurfunk nutzen - und in geregelte Bahnen lenken

Wenn Sie wissen, worum sich die Gedanken und Gespräche der Mitarbeiter drehen, sind Sie schon schlauer - und können handeln, reagieren und den Flurfunk schließlich sogar in positivere und konstruktivere Bahnen lenken. Denn: Destruktives Funken ist schwer, wenn man es eigentlich besser weiß - weil die Firma die Fakten längst auf den Tisch gelegt hat. Für die Verbesserung der Flurfunk-Situation sind übrigens drei Punkte besonders wichtig:

1. Fördern Sie eine offene Kommunikationskultur!

Probleme mit dem Flurfunk haben vor allem Unternehmen mit strengen Hierarchien, in denen zusätzlich nur selten offen und ebenenübergreifend kommuniziert wird. Hier schnappen Mitarbeiter höchstens mal etwas auf oder spüren Schwingungen - nachfragen ist eher weniger an der Tagesordnung. Deshalb wird untereinander umso mehr geredet.

Der erste Schritt, um dem Flurfunk besser beizukommen, ist also eine Öffnung der Kommunikationswege und ein Etablieren einer offeneren Gesprächskultur. So haben Mitarbeiter die Möglichkeit, auch mit den Vorgesetzten und der Chefetage besser ins Gespräch zu kommen, der Austausch wird gefördert und die Möglichkeit, nachzuhaken, gegeben. Wie genau man das vertiefen kann, können Sie in Punkt 2 nachlesen.

2. Informieren Sie frühzeitig und transparent!

Neue Projekte stehen an oder Veränderungen sind nötig? Dann informieren Sie frühzeitig und am besten in einem Rahmen, in dem den Mitarbeitern Interaktion und Nachfragen möglich sind. Das können zum einen Check-Ins oder Town-Hall-Meetings sein, bei denen Nachfragen der Mitarbeiter explizit gewünscht werden.

Zum anderen sollten Sie wichtige Themen aber auch über die interne Kommunikation und die daran angeschlossene Plattform abbilden. Dafür eignen sich besonders Mitarbeiter-Apps oder Social Intranets, die auf Interaktion und Partizipation aller Mitarbeiter aufbauen. Neben Themenimpulsen aus der IK können dort beispielsweise auch Mitarbeiter Themen anstoßen, Fragen stellen oder diskutieren (Beispiel: IK-up!).

3. Bleiben Sie dran!

Auch wenn Sie den Eindruck haben, dass die Weichen für einen konstruktiven Flurfunk gelegt sind, sollten Sie sich nicht ausruhen. Halten Sie Augen und Ohren offen und bleiben Sie nah an Ihren Mitarbeitern, um eventuelle Sorgen und Probleme frühzeitig mitzubekommen - denn es wird immer Themen geben, die nicht sofort an die interne Kommunikation oder Vorgesetzte getragen werden.

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