Wo sich externe Beratungsunterstützung wirklich lohnt

Als Unternehmen kann man sich zu nahezu allen Themen „beraten“ lassen, auch wenn es um das Management von Veränderungen geht. Doch an welchen Stellen macht eine externe Unterstützung durch Berater wirklich Sinn?

Wo sich externe Beratungsunterstützung wirklich lohnt

Veränderungen sind für jede Organisation eine Herausforderung. In Zeiten, in denen die laufende Weiterentwicklung (und, ja: Veränderung!) für Unternehmen überlebenswichtig geworden ist, ist genau diese Herausforderung zur Tagesordnung für Organisationen und ihre Mitarbeiter übergegangen.

Doch auch die Übung macht den Umgang mit Veränderungen nicht notwendigerweise einfacher. Das so genannte „Change Management“ hat sich zu einer eigenen Disziplin entwickelt und auch Berater bieten laufend neue Unterstützungsleistungen für Organisationen im Umgang mit dem neuen ‘Alltag’ der laufenden Veränderung an.

Auch Übung macht den Umgang mit Veränderungen nicht notwendigerweise einfacher - extern Unterstützung kann sich lohnen.

Und das ist gut so! An manchen Stellen lohnt es dabei besonders, externe Expertise hinzuzuziehen.

1. Führungskräfte coachen

Gute Führung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, damit Veränderungen gelingen. Führungskräfte stehen dabei gleichzeitig oft recht alleine da, wenn es darum geht, Orientierung zu geben, Mitarbeiter für Veränderungsvorhaben zu gewinnen oder Mitgefühl für Veränderungsresistenzen zu entwickeln und zu demonstrieren. Empathie für Vorgesetzte, deren Führungsaufgaben und fachlichen wie emotionalen Herausforderungen, sind in den wenigsten Organisationen die Regel. Führungskräfte können im Zuge großer Führungsherausforderungen daher oft von der professionellen Unterstützung durch eine/n externe/n Coach/in oder Berater/in profitieren, um u.a.

  • Den Gesamtprozess und die übergeordneten Ziele im Blick zu behalten.

  • Sich auf schwierige Situationen, Gespräche oder Termine vorzubereiten.

  • Einen Sparringspartner für all jene Fragen zu haben, die mit keinem anderen innerhalb der Organisation diskutiert werden können.

  • Sich selbst und die eigenen persönlichen Bedürfnisse nicht zu vergessen.

2. Projekte „durch“-managen

Sonderprojekte, und auch die wichtigsten unter ihnen, leiden oft unter der Konkurrenz mit den alltäglichen Rountineaufgaben in der Organisation. Je stärker die Prozesse einer Organisation vorstrukturiert sind, desto geringer sind in der Regel die Kapazitäten der Mitarbeiter, sich Sonderprojekten zu widmen – ganz besonders dann, wenn das Projekt Veränderungen mit sich bringt. Darunter leidet oft der Projektfortschritt. „Ich kam letzte Woche einfach nicht dazu“, heißt es dann. Einen großen Mehrwert kann hier ein externes, professionelles Projektmanagement bieten, das nur eine Aufgabe hat: Nämlich die Fäden zusammenzuhalten, für eine konstante Sichtbarkeit des Vorhabens samt aller Einzelteile zu sorgen, dabei den Gesamtblick auf das Projekt zu bewahren und dieses zügig zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

„Ich kam letzte Woche einfach nicht dazu. Und die davor auch nicht. Und die davor…“

Eine ganz bespnders wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches, externes Projektmanagement ist neben Expertise und Professionalität jedoch auch das „Backing“, also die volle Unterstützung des Projekts und des Externen, von „ganz oben“.

3. Workshops gestalten und extern moderieren

Wenn es um Veränderung geht, geht es in der Regel sowohl um „harte“ (Prozesse, Strukturen, …) als auch um „weiche“ Themen (Verlustängste, Verunsicherung, …). Weiche Themen lassen sich im Gegensatz zu „harten“ Aspekten von Veränderung dabei in der Regel nicht durch Beschlüsse oder schicke Powerpoint-Präsentationen abschließend bearbeiten. Stattdessen bedürfen sie des Gesprächs und der Interaktion zwischen allen Beteiligten, zum Beispiel in Form von Konferenzen oder Workshops. Für diese Art von Veranstaltungen lohnt es sich oft, in eine externe Moderation zu investieren, die das Gespräch als neutrale, außenstehende Person steuert (d.h. ohne „eigene Aktien“ im Spiel zu haben). Außerdem leisten gute Berater und Coaches oft auch noch Mehrwert durch eine sinnvolle Struktur und Ablaufplanungen von Veranstaltungen, sowie den Einsatz professioneller Methoden.

4. Neuen Initiativen operatives Leben einhauchen

Viele Vorhaben scheitern nicht daran, dass man etwa nicht an sie geglaubt hat oder dass das zugrunde liegende Strategiekonzept nicht gut genug gewesen wäre. Stattdessen fehlt es vielen spannenden und wichtigen Vorhaben an den notwendigen Ressourcen und/oder den erforderlichen Fähigkeiten, gute Ideen tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Berater als Implementierungshelfer vermitteln Wissen, erwecken neue Abläufe zum Leben und machen ‘Neues’ schnell zum ‘neuen Normal’.

Auch hier kann sich der Einsatz externer Berater/innen mehr als bezahlt machen: Als Implementierungshelfer können sie Organisationen dabei unterstützen, Konzepten und Ideen in der Anfangsphase Leben einzuhauchen. Dabei leisten sie einen Mehrwert durch die Expertise, die sie mitbringen und an feste Mitarbeiter weitergeben, sowie das Vorformen und -leben neuer Abläufe. Mittelfristig kann die operative Unterstützung durch den externen Berater dann durch interne, sukzessiv angelernte Mitarbeiter abgelöst werden. Für manche Vorhaben kann es sich auch anbieten, den operativen Betrieb langfristig in ein Shared Service Center zu überführen.

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