Wie messe ich den Erfolg meiner internen Kommunikation?

In einigen Unternehmen hat die interne Kommunikation noch immer ein schweres Standing. Doch dafür gibt es keinen Grund. In diesem Artikel beschreiben wir den strategischen Wert der internen Kommunikation und zeigen, wie man ihn messbar macht.

Wie messe ich den Erfolg meiner internen Kommunikation?

Die interne Kommunikation stand in der Vergangenheit häufig unter Rechtfertigungsdruck. Vertrieb und Technik belächelten die Arbeit der Kommunikatoren nicht selten als brotlose Kunst. Doch in Zeiten, in denen durch die Digitalisierung das Gestalten von Veränderungsprozessen für viele Unternehmen zur zentralen Management-Aufgabe wird, bekommt die interne Kommunikation eine rasant wachsende Bedeutung. In Zeiten, in denen qualifizierte Mitarbeiter viel schwieriger zu finden sind und man seinen Mitarbeitern mehr bieten muss als nur ein attraktives Gehalt, müssen sich Führungskräfte darüber Gedanken machen, wie sie die Zufriedenheit ihrer Belegschaft steigern.

Was bedeutet das in Zahlen?

Was haben Sie von zufriedenen Mitarbeitern? Warum sollte mich das als Führungskraft interessieren? Nun, zufriedene Mitarbeiter sind motivierter, gesünder, loyaler, innovativer und produktiver. Hierzu möchte ich Ihnen gerne drei interessante Zahlen nennen:

  1. Zufriedene Mitarbeiter sind 22% produktiver als unzufriedene Mitarbeiter.

  2. Zufriedene Mitarbeiter sind 15 Tage weniger krank im Jahr als unzufriedene Mitarbeiter.

  3. Zufriedene Mitarbeiter sind 87% weniger wahrscheinlich, zu kündigen oder sich abwerben zu lassen, als unzufriedene Mitarbeiter.

Sie sehen, die Mitarbeiter-Zufriedenheit hat einen sehr messbaren Einfluss auf Ihr Business. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie hätten ein Unternehmen mit :

  • 500 Mitarbeitern

  • Durchschnittlich 17 Krankheitstagen pro Jahr

  • Durchschnittlichen Lohnstückkosten von 35 € pro Stunde

  • Durchschnittlichen Mitarbeiterzufriedenheit

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Mit einer Steigerung der durchschnittlichen Mitarbeiterzufriedenheit von nur 10% würden Sie Kosteneinsparungen von mehr als 800.000 € pro Jahr realisieren. Natürlich müsste man dafür auch bereit sein zu investieren - in neues Personal, neue Tools, Schulungen, Incentives etc. Hier finden Sie ein Tool, mit dem Sie das Potential in Ihrem Unternehmen selbst ausrechnen können. Hier geht’s zu unserem Kalkulator.

Wie messe ich den Erfolg?

Jetzt wissen wir, wie man den Einfluss der Mitarbeiterzufriedenheit auf bestimmte KPIs des Unternehmens berechnet. Doch wie erheben Sie diese Daten und in welchen Abständen?

  1. Die Kranktage der Belegschaft erhalten Sie aus der Personalabteilung. Idealerweise auf monatlicher Basis.

  2. Die durchschnittlichen Lohnstückkosten kann Ihnen Ihre Buchhaltung ausrechnen. Hier reicht eine jährliche Berechnung, weil die Schwankung in der Regel gering ist.

  3. Die Mitarbeiterzufriedenheit erheben Sie am besten durch regelmäßige Umfragen (idealerweise quartalsweise). Keine langen und komplizierten Fragebögen, das steigert die Teilnahmerate und erleichtert die Auswertung. In der Regel reicht eine Frage: „Wie wohl fühlst Du Dich in unserem Unternehmen?“

  4. Sollten Sie Schulungen oder Incentive Programme anbieten, sollten Sie zudem nachhalten, in welchem Umfang diese in Anspruch genommen werden. Am besten auch quartalsweise.

Wie steigere ich die Zufriedenheit meiner Mitarbeiter?

Kommen wir zur letzten Frage: Nämlich, wie steigere ich denn nun meine Mitarbeiterzufriedenheit?

Hierbei gibt es drei Säulen zu beachten, die einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter haben:

  1. Gehalt und Benefits

  2. Arbeitsinhalte und Aufgaben

  3. Kultur, Gemeinschaft und Interne Kommunikation

Man könnte meinen, man muss der Belegschaft einfach mehr Geld bezahlen und sie wird glücklicher und motivierter. Erstens sind die Möglichkeiten eines Unternehmens in diesem Bereich aber eingeschränkt und zweitens deuten Studien darauf hin, dass Menschen nicht glücklicher mit ihrer Arbeit wären, wenn sie selbst über die Höhe ihres Gehalts entscheiden könnten. Und tatsächlich messen die Wissenschaftler, dass die Korrelation zwischen Gehalt und Mitarbeiterzufriedenheit marginal ist. Einen höheren Wert haben hier dann eher nicht-monetäre Benefits wie Home Office, flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungsangebote.

Jedem ist klar, die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter ist nicht nur von einem Punkt abhängig. Sicher aber ist: Der größte Hebel zur nachhaltigen Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit steckt allerdings in der Kultur und Kommunikation des Unternehmens. Schaffen Sie ein Umfeld,

  • in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen,

  • in dem sie sich informiert fühlen,

  • in dem sie verstehen, wohin sich das Unternehmen bewegt,

  • in dem sie wissen, was ihr Unternehmen alles für sie tut.

Dieser Prozesse wird maßgeblich durch eine gute interne Kommunikation gefördert. Also worauf warten Sie noch? Investieren Sie in die interne Kommunikation, investieren Sie in die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter. Es lohnt sich.

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