Warum die Zeiten von Top-Down für die interne Kommunikation im Unternehmen vorbei sind

Infos wandern von oben nach unten, Ideen entstehen nur in der Chefetage und Raum für Fragen und Anregungen der Mitarbeiter gibt es kaum: Jahrzehnte lang galt die Top-Down-Kultur in Unternehmen als Nonplusultra. Doch das ist vorbei.

Warum die Zeiten von Top-Down für die interne Kommunikation im Unternehmen vorbei sind

Ausgeprägte Hierarchien, Informationsprozesse, die streng von oben nach unten verlaufen und wenig Spielraum für einfache Angestellte: Die Top-Down-Kultur war in Unternehmen Jahrzehnte lang an der Tagesordnung, und auch heute sieht es in vielen Firmen noch so aus. Dabei wird das Konstrukt in Zeiten der Digitalisierung und den aufbrechenden Strukturen rund um Arbeitszeit, -ort und -Verantwortung immer wackeliger und der Trend geht in eine neue Richtung. Der Grund: Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile der sogenannten Bottom-Up-Kultur - die ganz gegenteilig zu Top-Down-Strukturen läuft. Aber was steckt hinter Bottom-Up und warum können Unternehmen davon massiv profitieren?

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Mitarbeiter: Wissen von der Quelle

Bottom-Up, also von unten nach oben, betrifft in Unternehmen vor allem die interne Kommunikation und Change- wie Innovationsprozesse. Dabei sollen Mitarbeiter vor allem in die Ideenfindung und die Entwicklung von Verbesserungsprozessen eingebunden werden. Und das hat einen entscheidenden Grund:

Die Mitarbeiter kennen sich mit ihrer Abteilung aus. Sie wissen, wo es Schwachstellen gibt und welche Abläufe, Projekte oder Produkte verbessert werden könnten. Und genau darum geht es in Change-Prozessen: die Optimierung von Abläufen in Unternehmen mit dem Ziel, besser, produktiver und erfolgreicher zu werden. Deshalb ist es als Unternehmen wichtig, gerade die Mitarbeiter, die sich tagtäglich damit auseinandersetzen, zu befragen und einzubeziehen. Motivieren Sie die Mitarbeiter, sich einzubringen, geben Sie ihnen die Möglichkeit, Ideen und Meinungen zu äußern und seien Sie offen für Feedback und Kritik. Doch gerade der letzte Punkt kann Change-Prozessen in Unternehmen schnell das Bein stellen.

Ohne die passende Firmenkultur wird’s schwer

Denn ohne die passende Kommunikations- und Arbeitskultur wird es schwer. Wichtig für funktionierende Change-Prozesse und die Einführung von Bottom-Up-Kommunikation ist ein grundsätzlich offener Umgang im Unternehmen. Das umfasst vor allem drei Bereiche:

Fehlerkultur

Sehr wichtig für eine funktionierende Bottom-Up-Kultur ist ein offener und transparenter Umgang mit Fehlern. Besonders hilfreich für Mitarbeiter wie Führungskräfte sind dabei offene Gespräche, Feedbackrunden und Retrospektiven, in denen evaluiert wird, was gut und was weniger gut funktioniert hat. Was dabei nicht passieren darf: Fehler zu verteufeln und Mitarbeiter an den Pranger zu stellen. Stattdessen ist Konstruktivität und Sachlichkeit von Vorteil.

Raum für Ideen

Wichtig ist auch, dass die Mitarbeiter Raum haben, eigene Ideen und innovative Vorschläge zu äußern. Das können analoge Ansätze mit Idea Boards, Panels und Brainstorming-Runden sein oder ein soziales Intranet, in dem Mitarbeiter digital brainstormen, sammeln und vernetzen können. Bei der Sammlung verschiedener Ideen auch wichtig: Kein Mitarbeiter sollte Angst haben müssen, für seine Vorschläge ausgelacht oder negativ bewertet zu werden - sonst traut sich niemand, auf den ersten Blick verrückte oder scheinbar abwegige Vorschläge zu machen, die möglicherweise auf den zweiten Blick großes Potenzial haben.

Interne Kommunikation

Und auch in der internen Kommunikation sollte die Bottom-Up-Idee bestmöglich abgebildet werden. Auch hier müssen Sie versuchen, alte Strukturen zu lösen - und neue Ideen hereinlassen. Organisieren Sie Ihre interne Kommunikation beispielsweise als Mitarbeiter Portal - aber strukturiert, digital, mobil und mit sozialen und interaktiven Features. Bereiten Sie Geschichten aus den Abteilungen auf, lassen Sie Mitarbeiter zu Wort kommen oder sogar eigene Themen vorschlagen, die sie gerne in der Mitarbeiterzeitung lesen würden. So fühlen sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt und gehört - und sie wissen, dass auch ihre Ideen willkommen sind.

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