Das macht ein 'Community Manager' in der IK

Social Intranets und mobile Mitarbeiterzeitungen sind der neue Standard in der Internen Kommunikation. Damit diese IK-Plattformen auch funktionieren, lohnt oft der Einsatz eines dedizierten Community Managers. Wofür genau?

Das macht ein 'Community Manager' in der IK

Mit Social Intranets oder digitalen Mitarbeiterzeitungen ist es genauso wie mit allen Sozialen Medien: Wirklich spannend wird es erst, wenn etwas passiert, wenn interagiert wird, wenn sich die Leute am Geschehen beteiligen. Und das passiert in der Regel nicht von selbst.

Gerade in größeren Organisationen haben Mitarbeitende oft eine Hemmung, sich aktiv in die Gestaltung des Social Intranets oder der Mitarbeiterzeitung einzubringen und an Diskussionen zu beteiligen. Hier können Community Manager helfen.

Die Aufgabe von Community Managern in der Internen Kommunikation klingt dabei zunächst recht simpel: Sie sorgen dafür, das aus einer bloßen Anzahl von Nutzern eine tatsächliche Community wird; eine Community, in der man miteinander spricht, sich austauscht, sich bereichert. Und genau das ist alles andere als simpel. Denn damit sich Mitarbeitende an Diskussionen beteiligen und sich mit Feedback, Kritik und neuen Ideen einbringen, müssen zunächst Hemmungen gegenüber der IK-Plattform abgebaut und eine Kultur der konstruktiven Interaktion entwickelt werden.

Community Manager dieser IK-Plattform können zur Entwicklung einer solchen Kultur beitragen, in dem sie:

Präsenz zeigen

Community Manager müssen laufend auf der Plattform präsent und erreichbar sein. Sie werden zum Gesicht der IK-Plattform - und der Ernsthaftigkeit, mit der dir Organisation die Weiterentwicklung der Internen Kommunikation verfolgt.

Die gewünschte, offene und zugleich konstruktive Diskussionskultur vorleben

Gerade in den ersten Wochen nach dem Launch einer neuen IK-Plattform werden sich die meisten Mitarbeiter noch zögerlich bis misstrauisch zeigen, sich aktiv einzubringen. Eine wichtige Aufgabe der Community Manager ist es daher, mit dem eigenen Profil die Möglichkeiten der Plattform zu demonstrieren und die gewünschte Interaktionskultur vorzuleben - also zum Beispiel

  • Beiträge zu kommentieren,

  • neue Fragen aufzuwerfen,

  • neue Diskussionen zu initiieren oder

  • auf andere Mitarbeitende zu reagieren.

Community Regeln etablieren - und durchsetzen

Jede Organisation wird für seine IK-Plattform eigene Regeln definiert haben. Damit diese aber auch ernst genommen werden, müssen sie durchgesetzt und immer wieder erklärt werden. Wurde beispielsweise der Anspruch formuliert, dass Politik und Religion keinen Platz auf der IK-Plattform bekommen sollen, sollten Beiträge und Kommentare mit politischem oder religiösen Bezug konsequent gelöscht werden.

Wichtig hierbei: Vor der Löschung eines Beitrags oder Kommentars sollte dem Ersteller immer der Grund für die Löschung, am besten mit direktem Bezug zu den Community Regeln der Plattform, erklärt werden! Bestenfalls sollten zusätzlich explizit aufgefordert werden, sich in Zukunft doch bitte wieder einzubringen - das nächste Mal nur einfach die Community Regeln im Kopf zu haben. Solche kleinen Gesten können potenziell großen Unmut vorbeugen.

Eine neutrale Position bewahren

Community Manager sind keine Sprachrohre, weder für die Leitungsebene, noch für die Mitarbeitenden. Es ist daher wichtig, dass sie sich auf keinen Fall von der einen oder anderen ‘Fraktion’ innerhalb einer Organisation rekrutieren und im Zweifel instrumentalisieren lassen.

Die Community, ihre Interessen und Informationsbedürfnisse „kanalisieren“

Durch den engen Kontakt, den Community Manager mit der Gesamtbelegschaft über die IK-Plattform aufbauen, erhalten Community Manager ein immer besseres Bild davon, was die Community (bzw. die Mitarbeiterschaft) tatsächlich bewegt. Ist es die Kantine? Die Reorganisation? Die neue Software?

Diese Erkenntnisse, die aus dem Leben auf der IK-Plattform gewonnen werden, können durch den Community Manager wieder direkt in die weitere Gestaltung der Plattform, ihrer Inhalte und Schwerpunkte eingespeist werden.

Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Plattform nicht nur eine nette Investition war, sondern für die Mitarbeitenden und die Gesamtorganisation tatsächlich relevant ist.

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